Pressemitteilung: Weißenburger Straße wird zur Fußgängerzone: Bezirksausschuss Au-Haidhausen beschließt Umwidmung

23. März 2026

Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen hat in seiner Vollversammlung vom 18. März 2026 mit deutlicher Mehrheit die Umwidmung der Weißenburger Straße zwischen Weißenburger und Pariser Platz zu einer Fußgängerzone beschlossen. Damit folgt das Gremium einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD, der eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Leichtigkeit des Fußverkehrs zum Ziel hat. Die Interessen der Anwohnerschaft, der lokalen Geschäftswelt sowie des Liefer- und Anliegerverkehrs werden dabei explizit berücksichtigt. Der Bezirksausschuss soll in alle weiteren Planungen eng eingebunden werden.

Die Umwidmung sieht vor, dass der Radverkehr weiterhin in Schrittgeschwindigkeit zugelassen bleibt. Zudem werden Parkmöglichkeiten für Personen mit Gehbehinderung sowie für Handwerkerfahrzeuge geschaffen, und der Lieferverkehr wird in die Planungen einbezogen. Patient:innen von Arztpraxen sollen bei Bedarf weiterhin einfahren können. Ein besonderer Fokus liegt auf der zeitnahen Umsetzung von Baumpflanzungen, die nach Möglichkeit bereits vorab erfolgen sollen.

Nina Reitz, Sprecherin der SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Au-Haidhausen:»"Mit der heutigen Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Sie markiert den Beginn der Umgestaltung, die wir bereits 2019 mit unserem Antrag angestoßen und seither engagiert begleitet haben. Auch in den kommenden Schritten wird der Bezirksausschuss die Entwicklung weiterhin intensiv begleiten – sei es bei der Einbindung der Anwohnerschaft und der Gewerbetreibenden, bei der Diskussion über den Lieferverkehr oder bei der Planung und Pflanzung von Bäumen.«

»Die Entscheidung für die Fußgängerzone ist ein wichtiger Schritt für ein lebenswerteres Viertel«, erklärt Sonja Rümelin, Sprecherin der Grünen-Fraktion. »Nach Jahren der Diskussion und einer erfolgreichen Pilotphase ist es nun an der Zeit, die Weißenburger Straße in einen attraktiven, grünen und sicheren Raum für alle zu verwandeln. Die heutigen Beschlüsse zeigen: Wir handeln – und zwar mit Weitsicht und im Dialog mit den Anwohner:innen.«

Der Antrag zur Umwidmung geht auf Diskussionen bereits in den 70er Jahren zurück, und wurde in den vergangenen Jahren im Zuge der Planung, Umsetzung und Auswertung der Pilotphase ausführlich diskutiert. Die Ergebnisse einer Pilotphase lagen seit Januar 2026 vor. Zudem wurde beschlossen, eine provisorische Lösung – gegebenenfalls als Sommerstraße – ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt umzusetzen.

Nina Reitz
Fraktionssprecherin
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Antrag im Wortlaut

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